Wahlcomputer: Zusammenfassung

gafi.org hat einen schönen, kleinen Artikel geschrieben, der die aktuellen Ereignisse gut zusammenfasst. Hier für Euch im Volltext:

Schon jetzt zum mithören – schon bald mit Fernbedienung

So oder so ähnlich könnte der Werbeslogan der auch in Deutschland zum Einsatz kommenden Nedap-Wahlmaschinen lauten.
Beim Bundesministerium für Inner/eien hält man die Wahlmaschinen trotz erfolgreicher Manipulationsversuche für sicher: schließlich sei das Manipulieren ja verboten … lol?

Laut dem Chaos Computer Club (CCC) ist es inzwischen nicht nur möglich, den Wahlgeräten in nur 60 Sekunden einen manipulierten Chip zu verpassen. Nein – mit einem umgebauten Navigationsgerät samt Antenne, kann man die abgegebenen Stimmen aus bis zu 25 Metern Entfernung mitlesen. Daher hat der CCC dem Bundesverfassungsgericht einen 54-seitiges Gutachten über die Nedap-Maschinen vorgelegt.

Natürlich ist das Wahlgeheimnis nur zweitrangig, wenn die abgegebene Stimme sowieso für jemand anderen zählt. Ein ct-Leser hat die ganze Wahlmaschinen-Geschichte recht gut auf den Punkt gebracht:
Menschen haben Waschmaschinen erfunden, die ihnen das Waschen abnehmen und jetzt haben sie Wahlmaschinen gebaut, die ihnen das Wählen abnehmen. Zum Glück gibt es Fernsehen und Co – da braucht man sich keine eigene Meinung zu BILDen.

Ein Gedanke zu „Wahlcomputer: Zusammenfassung

  1. Wen interessiert’s bei unserer Wahlbeteiligung. Ich bin für Einführung einer Wahlpflicht. Aber diese und die künstliche Aufregung um Wahlcomputer wären überflüssig, wenn die Hohenzollern wieder an die Macht kämen.

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