noch was gefunden

bei der Gelegenheit:

zwei interessante Beiträge vom Deutschlandradio (DLF)

Ein kurzer (3min), einführender, allgemeiner:
zum Anhören rechts auf „Die realen Auswüchse virtueller Welten“ klicken

und danach noch ein köstliches Interview (zum Anhören rechts auf „Kaufrausch im Pixelland – Verlieren Online-Spieler das Augenmaß für die Realität?“ klicken) zwischen Jürgen Fritz, Professor für Spiel- und Interaktionspädagogik an der Fachhochschule in Köln und einer Moderatorin, die sich gleich zu Anfang als „interaktiv nicht tätige Frau“ (00min:38sec) outet und somit scheinbar sämtliche allgemeinen Vorurteile hegt und pflegt. Mit diesen wird aber radikal aufgeräumt.

zb dazu, dass für „virtuelle Güter“ „reales Geld“ gezahlt wird (es gibt ja diese Firmen in China die nicht anderes machen als Schwerter in World of Warcraft (WoW) zu produzieren um diese dann bei ebay zu verlaufen)
sie: „ist das nicht schon ein Zeichen für Realitätsverlust wenn man für eine virtuelle Trauminsel reales Geld zahlt?“
er: „nein, sie bezahlen ja auch Geld wenn sie in ein Theaterstück gehen oder wenn sie ein Kinobesuch machen oder ein Buch kaufen. Es gibt immer Schnittstellen von der realen Welt zu anderen a-realen ihrer Lebenswelt“

Danach wird diekutiert dass im Theater ja „reale Menschen“ sind. Meine Gegenfrage: In WoW, sind da nicht reale Menschen am anderen Ende der Leitung?

Und am Ende noch das typische Ding: der Amokläufer in Erfurt hat ja auch Computerspiele gespielt, werden die nicht alle Amokläufer?

Aber Professor Fritz schafft es ganz gut, zu erklären, dass dies mehr als nur ein Vorurteil ist, genauso wie das die Meinung, dass Computerspieler sozial vereinsamen völlig Blödsinnig ist.

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