die Aktion uberwach.de

Vom Grund her eine Gute Idee. Aber zu recht umstritten.
Meine Vorschläge:

1. Das Skript ändern:
Jetzt wird jede IP erst mal auf einen fremden Server gezogen und dort sortiert.
Stattdessen: lokal sortieren, und nur „Treffer“ weiterleiten. Allo scheint da schon eine Lösung programmiert zu haben. [Falls ich hier technisch etwas missverstanden habe, bitte ergänzen, bin doch ’n dau ;) ]

2. Die Aktion auch dementsprechend transparent halten:

2.1: Wer und was wird überwacht, wo, wann, wie und vor allem warum?
Ja, es gibt die Liste und die Infos auf der Startseite. Das ist auch nett um kurz zu sehen um was es geht, aber es fehlen Hindergrundinformationen. Es fehlt eine fundierte Argumentationskette, die eine solche Aktion rechtfertigt und so erklärt, dass auch Leute, die nicht in der Thematik drinstecken, das Problem erkennen. Basis könnte zb die Einleitung des „Problempolitiker“ Artikels von Frank sein. Wichtig auch die Unterscheidung „Privatperson“ und „öffentliche Person“. Und der Hinweis, warum hier zwar die gleichen Mittel angewendet werden, aber man sich deswegen keineswegs auf die gleiche Stude stellt. (siehe 3)

2.2: Was passiert mit den „Verdachtsmomenten„?
Klar, im Moment sind es noch nicht besonders viel, aber leonope hat gesagt:
z. B. die Schnüffel-Charts. Innenministerium diese Woche nur an 3. Stelle! Desaster pur! Neueinsteiger der Woche: Das Umweltamt… meine Güte, was sich da alles anbieten würde :)
Dies wäre nur eine Idee, um die gesammelten Daten kreativ zu verwenden.

2.3: Die teilnehmenden Seiten:
Sagen, dass sie bei der Aktion mitmachen, und ein persönliches Statement liefern, warum man mitmacht, warum es hier nötig ist mit den gleichen Waffen zu kämpfen usw. Und bei der Gelegenheit darauf hinweisen, dass man sonst nichts speichert. Dazu gibt es die passende Aktion des AK-Vorratsdatenspeicherung: „Wir speichern nicht“ (noch in der Mache)

3: H U M O R !!1!!!!elf!!!11!!!! — das ganze muss Spaß machen und lustig sein!!!1! Wir drehen den Spieß um, nehmen uns und die anderen auf Schippe. Es ist doch eine Ehre, von einer Überwachten Behörde angesurft zu werden. Und damit stellt man sich mit dieser Überwachungsaktion keineswegs auf die selbe Stufe der Überwacher. Denn: es ist 100% transparent was wir tun, und auch was wir vorhaben. Jeder muss das sehen können.

4. Eine Person oder mehrere, die die Schirmherrschaft übernehmen. Die für Presse usw zur Verfügung stehen. Schließlich soll die Aktion doch wiedermal einfach nur Aufmerksamkeit erregen, also muss man auch damit rechnen, dass man Aufmerksamkeit bekommt.

Fazit: Die Leute, die eh schon mit der Problematik vertraut sind, sollen Spaß dabei haben. Wieder was haben, worüber sie reden können, was sie erzählen können. Und dabei werden wieder andere auf die allg. Problematik aufmerksam gemacht. Diese müssen dann aber eine stimmige Argumentation und einen Haufen Infos vorfinden.

Noch was?

(danke an Torsten für die konstruktive Kritik und die Inspiration)

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