„that day“

[Vorgeschichte]

Der Sandmonkey war auf einer Demonstration, im Herzen Kairos. Das ist on that day passiert. Er erzählt von Anfang bis Ende, und es ist schlimm. Aber weit weg. Will man glauben.

Nach den Ereignissen von Mittwoch ist dies erschreckender denn je. Denn auch hier werden Menschen, die ihre demokratischen Rechte wahrnehmen, als „Terroristen“ behandelt. Es wurde keiner festgenommen. Was bei uns ja (noch?) heißt, dass diese Menschen nicht evil sind. Oder wie soll man das Verstehen? Kein Sprengstoff, keine Waffen, nur Computer. Wie viele derzeit sagen: jetzt ist auch klar, wie die ihre Anti-Terror Datei voll kriegen wollen.

Ich habe gefragt, ob das alles normal ist. Also zeitlich gesehen. Ob das schon immer so war. Ich stecke ja wirklich nicht lange drin, und wundere mich, ob schon immer so viel scheiße passiert ist. Manchmal denke ich, es wäre schön, wieder so zu sein. Ohne das Wissen, und ohne die Angst. Ich weiß dass es nicht gut ist, Angst zu haben. Angst lähmt. Mich aber nicht.
Wobei: Als dieser Brief, der zur Spitzelei aufrief, durch die Münchner Uni geschickt wurde, habe ich mich nicht getraut, ihn zu posten. Warum? Ich weiß es nicht. Weil mail nicht web ist, erstmal. Und man das „nicht macht“. Aber sonst? Keine Ahnung.

Nun, ich habe also gefragt, ob das schon immer so ist. Die meisten Antworten waren „ja, aber nicht so gehäuft“ – eine war:
„ja, in den Zeiten von Strauß“
/me: „na, und wie ging das aus? Warum hat es aufgehört?“
„weil die Leute dagegen waren, irgenwann musste er sich beugen“
Nun, da wären wir wieder beim alten Thema aber dass ist mir inzwischen fast egal, mir darüber Gedanken zu machen ist müßig. Ich tue was ich tun kann, ich fange bei meiner eigenen Haustüre an und glaube fest an die Macht der Menschen.

Ob das wohl klappt?

rantings of a sandmonkey – done

tja, und wie so oft jammern wir auf hohem Niveau:

Today is the day I walk away from this blog. Done. Finished. […]
One of the chief reasons is the fact that there has been too much heat around me lately. I no longer believe that my anonymity is kept, especially with State Secuirty agents lurking around my street and asking questions about me since that day.

Zum Glück dürfen wir (noch?) jammern!

(ein ägyptischer Polit-Blogger, hört auf, weil es ihm zu heiß wird. Der Artikel, der unter „that day“ verlinkt ist, existiert nicht mehr. So siehts aus da draußen – mehr Infos dazu, wie es da draußen sonst so aussieht, gibt dieser – wie immer äußerst informative – MediaBerkman Podcast)

UPDATE: Wie Fab in seinem Kommentar bemerkte, existiert der unter „that day“ verlinkte Artikel doch noch, es war wohl nur der Link falsch gesetzt.
Was an „diesem Tag“ passierte, weiß ich noch nicht, werde aber berichten, wenn ich Zeit hatte, das zu lesen.