Dossier Open Source

grad beim aufräumen der ungelesenen Mails gefunden:

Das Dossier Open Source von der Bundeszentrale für politische Bildung. Eine tolle Institution, die scheinbar kaum jemand nutzt – zumindest hat man manchmal den Eindruck. Schon einmal habe ich über sie geschrieben, und: ich werde es wieder tun ;-)

Ich habe noch nichts davon gelesen, und heute ist es auch definitiv zu spät dafür, deswegen hier quasi die Notiz an mich: to read

Warum die Argumente keine sind…

… erklärt uns Udo Vetter hier in einem Interview mit Telepolis sehr treffend.

tp: .. Wogegen klagen Sie genau?

Zunächst fehlte es an einem Anfangsverdacht … Man könnte ebenso gut einen kompletten Stadtteil absperren und jede Wohnung durchsuchen. … Erst nach dem Screening aller 22 Millionen Kreditkarten lagen dann konkrete Verdachtsmomente vor. … Dass die Kreditkartenfirmen dies [die Rasterfahndung, Anm.] für die Staatsanwaltschaft erledigten, machte die Sache nur noch schlimmer. … Außerdem ist es fast schon ein eigener Skandal, dass solche Ermittlungen in die Hände von Privaten gegeben werden. Wer sagt denn, dass wichtige Kunden oder gar eigene Mitarbeiter nicht aus der Trefferliste gestrichen wurden?

tp: Viele sind der Meinung, bei Kinderpornographie dürften solche Bedenken keine Rolle spielen, …

Der freiheitliche Rechtsstaat zeichnet sich dadurch aus, dass sich auch der Staat an gewisse Regeln zu halten hat. Dazu gehört die Beachtung der Grundrechte. Auch das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist ein Grundrecht. Wenn bestimmte Rechtsgüter plötzlich eine Sonderstellung einnehmen, leben wir nicht mehr in einem Rechts-, sondern einem Willkürstaat. … Man muss (leider) feststellen, dass trotz der Hurrameldungen seitens der Ermittlungsbehörden mit der Aktion Mikado kein einziges Kind tatsächlich vor Missbrauch bewahrt wird.

Wenn man es genau betrachtet, ist die Aktion Mikado zunächst ein großer Fehlschlag. Die Ermittler haben versagt, weil sie es nicht einmal schafften, den Betreiber einer derartigen Website, also ein tatsächliches Mitglied der Kinderpornomafia, dingfest zu machen. … Genauso gut könnte man gleichzeitig Razzien vor allen deutschen Hauptbahnhöfen machen und am nächsten Tag verkünden, mit der Festnahme von 50 Abhängigen und zwei Dutzend Kleindealern sei ein großer Schlag gegen den internationalen Drogenhandel gelungen. … Jedenfalls kann man nicht jede Ermittlungsmethode damit rechtfertigen, welch hehren Zweck sie verfolgt. Es zeichnet den Rechtsstaat aus, dass sich auch die Ermittlungsbehörden an Recht und Gesetz halten müssen.

Hervorhebungen, Kürzungen usw von mir

Ganzer Artikel bei Telepolis:
Generalverdacht gegen alle Kreditkartenbesitzer

Lobbyismus gibt es – und so ehrlich sind sie inzwischen

oder spinnt der total, wenn der sowas ausspricht? Es ist wohl provozierend gemeint, schließlich kommt es aus dem Munde Oskar Lafontaines:

… würde man sagen die Regierung ist ehrlich geworden, in unserer Demokratie regiert ja nicht das Volk sondern die Wirtschaftsverbände regieren also könnte die Regierung sagen warum nehmen wir nicht gleich die Vertreter der Wirtschaft in die Ministerien…

(Zitat aus der Monitor Sendung des WDR vom 19. Oktober 2006 ca minute 5) Ganz anschauen lohnt sich, sind auch nur sieben Minuten.
(und noch ein weiterführender Bericht vom 21.12)

Außerdem, der Artikel von Telepolis, der mich drauf gebracht hat:

Real existierender Lobbyismus
Die Großindustrie ist seit Jahren in deutschen Ministerien vertreten und hat dort Einfluss auf die Gesetzgebung
Sie arbeiten in den meisten Bundesministerien; sie haben eigene Schreibtische und Telefone wie Beamte; sie schreiben an Gesetzen mit; sie bringen durch ihre Einflussnahme die Souveränität in Gefahr. Die dauerhafte Präsenz von Industrie- und Wirtschaftsvertretern in Ministerien sorgt in Deutschland seit Jahren für immer neue Skandale und Diskussionen. Geändert hat sich dadurch aber wenig, wie zwei Anfragen im Bundestag aus den vergangenen Wochen belegen.

Weiterlesen…

Sealand soll ein Land ohne Urheberrecht werden

Ich bin dafür!

Das wärs. Ich kanns mir zwar grad alles noch nicht so reel vorstellen, aber in der Fantasie des hier vorliegenden naiven Mädels sieht der Plan wirklich rosarot aus.

Sealand ist keine Insel, sondern eine übriggebliebene Seefestung, die seit 1967 ein souveräner Staat sein will.
Seit kurzem steht sie zum Verkauf.

Nun, selbst wenn es nicht klappt, die Idee, eine Insel zu kaufen und dort eigene, sinnvolle und vor allem Gesetze von Menschen für Menschen zu machen steht ab jetzt im Raum. Und die ist echt gut. Auch wenn ich keine Ahnung hab wie sowas in der Realität machbar wäre. Inseln kaufen könnte man zb hier. Also, falls jemand eine kaufen will, dann würd ich mich dann auch um das rechtlich-politische kümmern, gerne!

(Golem Artikel, via fefe)

Übrigens: ich fänd so ne Insel eigentlich sogar netter als Sealand, die hier zb, da hat man seinen eigenen, natürlichen Pool in der Mitte:

In so ’nem Insel Kalatog stöbern macht echt Spaß ;-)
Allerdings sind die richtigen Inseln alle deutlich teurer als Sealand.

update: Heise schreibt auch: Die Torrent-Piraten wollen Sealand entern

Und weiter gehts

Eigentlich wollte ich noch zwei „Printartikel“ schreiben heute Nacht, und evtl auch noch ein bisschen schlafen, aber wenn das so weitergeht dann wird da aus beidem nix ;-)

(klick für groß)

Hurra, hab mir grad mal so ein Vajo 11.1″ bestellt, weiter unten gabs dann noch ein Thinkpad R60, auch wenn ich auf die R-Reihe eigentlich nicht so stehe, für 13,29 sag ich doch nicht nein ;-)

(wird eh nix, das weiß ich ja auch, der Kaufvertrag kommt ja erst bei Zahlung und Lieferung zustande, aber es wäre trotzdem schön diese beiden Dinger für 50 Euro zu haben)

Update: Heise schreibt auch darüber:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/83574

HaHa

mann, das Leben ist echt gut, man erlebt da Sachen, die glaubt man nich.
Komm ich nachhause, setz mich noch „kurz“ an den Computer und dann mal wieder, gaaanz großes Kino, diesmal nur überbracht von Don Alphonso, den Spaß verdanke ich wohl diesmal jemand anderem.

Um was gehts?

Mal wieder um StudiVZ. Das Studentennetzwerk sorgte ja erst vor kurzem für (imho künstliche) Schlagzeilen, von wegen Übernahme einer großer Mediengesellschaft. War in meinen Augen eher ein Fake, da der Großteil von StudiVZ eh schon zum Unternehmen dazu gehörte, aber es war kein Fehler, dass erst mal durch die Blogosphäre ging, dass das Ding für 100mio verkauft wurde. Der Preis ist eindeutig zu hoch, zumal die Daten eh nichts mehr wert sind (hier kann man übrigens eine nette Auswertung der kompletten Nutzerdaten von StudiVZ sehen) er wurde später auf ca 50mio korrigiert, was aber nicht so die Runde gemacht hatte wie die 100mio. Nun ja, nun hat der neue Besitzer Konstantin Urban von Holzbrinck Networks heute etwas richtig dummes gesagt (nicht nur dumm im Sinne er hat die Konsequenzen nicht bedacht sondern einfach nur dumm wie in strunzdumm). Nunja, was er genau gemacht hat lässt sich in den unten folgenden Screenshots am besten selbst nachlesen.

Hier wäre auch der derzeitige Link, ich denke aber nicht, dass dieses Posting den morgigen Vormittag überleben wird ;-)
(Update: es ist schon weg. Da warn sie aber diesmal echt schnell)

Nun ja, man sollte eben immer genau überlegen was man sagt und genau wissen dass es stimmt. Wenn man dummes Zeug erzählt, dann muss man damit rechnen dass andere dies wieder richtig stellen werden.
Nun, und die einen machen es eben so, die anderen so:

(Man beachte, die folgenden Bilder stammen aus dem offiziellen Blog von StudiVZ)

(klick für groß)

Anfangs war das Posting noch unter einer anderen Adresse zu erreichen, und es wurden sogar die Kommentare freigeschalten – leider habe ich da nicht rechtzeitig fotos gemacht… diese Fotos enstanden kurz vor der Abschaltung des gesamten Blogs.

wo kommen wir bloß hin?

Ich nutze ja weder Kredit- noch EC-Karten, trotzdem machen mich die Vorfälle nachdenklich; und ich rate jedem Besitzer einer Kreditkarte, mal bei seinem Kreditinstitut nachzufragen welche Daten denn nun genau rausgegeben wurden.
(in den Kommentaren des betreffenden Artikels des Lawblogs gibt es dazu ein paar Vorlagen)

„Weder das Landeskriminalamt noch die Staatsanwaltschaft haben direkten Zugriff auf Daten der Kreditkartenunternehmen gehabt“, erklärte Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Hövelmann (SPD), auf einer Pressekonferenz in Magdeburg.

schreibt heise.

Na klar. Aber die Geldinstitute haben direkten Zugriff, und alle haben ohne zu zögern alle angefordeten (wenn auch nicht unbedingt benötigten) Daten aller Kreditkarteninhaber dieses Landes herausgegeben.

Nicht dass mich jemand falsch versteht, natürlich gibt es Verbrechen auf dieser Welt die aufgeklärt werden müssen, und selbstverständlich ist das „herstellen“ und/oder „konsumieren“ von Pornographie, in der Kinder verwickelt sind, das verabscheuungswürdigste Verbrechen überhaupt. Trotzdem heiligt der Zweck niemals die Mittel.

Wenn Terrorgefahr oder Kinderpornographie drübersteht, scheint heutzutage alles alles erlaubt…

Interesse

Jeder interessiert sich doch für irgendwas. Also ich glaube nicht, dass es jemanden gibt, der ernsthaft behaupten kann, er interessiere sich für nichts und niemanden.

Aber dann stelle ich mir immer wieder die Frage, warum interessieren sich die Leute manchmal nur für (in meinem Augen) Unsinniges? Wenn es doch so viel wichtiges auf der Welt zu tun gäbe? Warum ist so vielen Leuten so vieles scheißegal? Warum scheint sich keiner zu kümmern?

Aber worum kümmern sich die Leute dann? Was kümmert sie?
Und warum? Was ist interessant an dem Leben der britischen Royals? Wäre es nicht viel interessanter, genau zu beobachten was unsere Politiker so treiben?

Ach, und warum sind es eigentlich immer die selben Leute, die Klassensprecher sind und die sich im Verein engagieren; die bei Wikipedia mitmachen und bei der Studentenvollversammlung aufkreuzen?

Und, die Frage die ich mir schon so oft gestellt habe:
Was machen eigentlich all die anderen?