Was wäre aus mir bloß geworden wenn ich als Kind schon diese Antwort-Maschine hier gehabt hätte?

Hier auch wieder mal so eine Antwort auf eine brennende Frage:

Wenn ich irgendwo ein Loch bis auf die andere Seite der Erde graben würde, wo käme ich dann heraus?

Q: What happens if you dig straight down?
A: You’ll pop out the other side of the world.

Q: What’s on the other side of the world?
A: Ummm… China!

Wow, eine Karte mir der sich rumspielen lässt…. Das Navigieren ist gewöhnungsbedürftig weil spiegelverkehrt, aber wie soll man es auch anders machen…

Danke, Kerleone für den Link!

Bundesverfassungsschutz nicht gerade zimperlich

Also neee….. eigentlich recherchiere ich noch für einen anderen Artikel, aber das hier möcht ich doch noch kurz loswerden. Es gibt vom Bundesverfassungschutz ein „Hinweistelefon“ – das laut einem Zeitungsartikel (oder so, weiß grad nicht mehr wo genau ich das las, ist auch egal) nicht besonders hoch frequentiert wird, um genau zu sein, gehen die Hinweise über diesen Kanal gegen null.

Kein Wunder – denk ich mir wenn ich mir die deutsche Version des „Hinweistelefons“ mal anschaue. Aber von vorne. Das Hinweistelefon wurde eingerichtet, so dass besorgte Bürger anrufen können wenn sie einen Hinweis haben. Im Klartext: gute Muslime sollen böse Muslime verpetzen. Soweit, sogut, die Idee ist nachvollziehbar – wenn auch schwachsinnig. Aber viel schwachsinniger ist die Umsetzung. Also, ich bin jetzt ein guter Moslem und ich beobachte beim Freitagsgebet immer wieder, wie die gleichen Männer die Köpfe zusammenstecken und beim Vorbeigehen höre ich verdächtige Gesprächsfetzen. Als guter Moslem suche ich im Internet nach dem Hinweistelefon, und lande dann auf dieser Seite, die mich in der deutschen Version mit folgendem Text begrüßt:

Terrorismus ist verabscheuungswürdig und mit politischen oder religiösen Absichten nicht zu begründen.

Na toll, da hau ich doch gleich wieder ab, oder nicht? „Verabscheuungswürdig“. Selbst wenn ich es verabscheuungswürdig finde, dann darf dass noch lange nicht ein anderer zu „meinen Leuten“ sagen. Oder? Außerdem kann mir keiner erzählen, dass die Menschen, die sie mit diesem Hinweistelefon ansprechen wollen, nicht in irgendeiner Form mit den Bösen sympatisieren, von dem her ist es auch echt dumm zu schreiben dass es keine Begründung für Terrorismus gibt. Also neee, ein bischen mehr Fingerspitzengefühl hätte ich denen ja schon zugetraut.

Aber wenn der Chef des Bundesverfassungschutzes nichts dagegen hat, dass Informationen, die unter Folter gewonnen werden, verwendet werden können, dann sollte einen doch eigentlich nichts mehr wundern. Quellenkritik? Menschenwürde? Nein?

A Declaration of the Independence of Cyberspace

Schon 1996 hat John Perry Barlow, Mitbegründer der EFF (die sich für Bürgerrechte einsetzt), als wütende Reaktion auf den „Communications Decency Act“ die Unabhängigkeiteserklärung des Cyberspace geschrieben, und da ich gerade über eine deutsche Version gestolpert bin, möchte ich Euch diese nicht vorenthalten. Nichtsdestotrotz gibt es den ersten Absatz ersteinmal auf englisch – weil er einfach nur zu schön ist:

Governments of the Industrial World, you weary giants of flesh and steel, I come from Cyberspace, the new home of Mind. On behalf of the future, I ask you of the past to leave us alone. You are not welcome among us. You have no sovereignty where we gather.

Regierungen der industriellen Welt, Ihr müden Giganten aus Fleisch und Stahl, ich komme aus dem Cyberspace, der neuen Heimat des Geistes. Im Namen der Zukunft bitte ich Euch, Vertreter einer vergangenen Zeit: Laßt uns in Ruhe! Ihr seid bei uns nicht willkommen. Wo wir uns versammeln, besitzt Ihr keine Macht mehr.

Wir besitzen keine gewählte Regierung, und wir werden wohl auch nie eine bekommen – und so wende ich mich mit keiner größeren Autorität an Euch als der, mit der die Freiheit selber spricht.

Wir haben Euch nicht eingeladen.

Der Cyberspace ist ein natürliches Gebilde und wächst durch unsere kollektiven Handlungen.

Eure Rechtsvorstellungen von Eigentum, Redefreiheit, Persönlichkeit, Freizügigkeit und Kontext treffen auf uns nicht zu. Sie alle basieren auf der Gegenständlichkeit der materiellen Welt. Es gibt im Cyberspace keine Materie.

Wir werden im Cyberspace eine Zivilisation des Geistes erschaffen. Möge sie humaner und gerechter sein als die Welt, die Eure Regierungen bislang errichteten.

——

Die deutsche Version habe ich hier gesehen, und wer sich interessiert, hier gibt es ein schönes Interview mit Barlow bei Netzpolitik.org zu hören.

Bei uns an der Schule gabs auch mal Bombendrohung…

…und am nächsten Tag fielen alle Klausuren aus. Ob es ein Schüler war der das beabsichtigte oder ob es eine versteckte Drogenrazzia hat werden sollen, wissen wir bis heute nicht. Aber ich glaube nicht an den angekündigten Amoklauf (Südkurier). Aber eine gute Taktik, wenn man keinen Bock auf Schule hat. So wie man im Sommer einfach einen Koffer am Bahnhof hätte verstecken konnte. Easy.

Und dann auch noch an Nikolaus. Da kommt ja eh der Knecht Ruprecht und bestraft für vergangene Taten. Nun ja. Mal sehen. Nichtsdestotrotz sollte man mal an die Wurzeln gehen. Warum sind junge Menschen so verzweifelt? Was treibt sie dazu, anderen Böses zu wollen? Nicht etwa weil ihnen bisher Böses angetan wurde? Nein, bestimmt nicht, daran kann es nicht liegen, der einzige Grund, das ist doch klar, sind die Killerspiele so wie Quake, Doom und Counter Strike. Wenns wenigstens welche wären. Aber first-person-shooter bzw Ego-Shooter liegen vom Prinzip her doch näher an Schach als an irgendwelchen grausamen „Killerspielen“.

Es gibt Meisterschaften in diesen Disziplinen, es gibt Mannschaften, die Tage-, Wochen-, Monatelang trainieren. Die haben zig Eröffnungspiele drauf und noch viel mehr Taktiken um eine Spiel zu lenken. Ja, es gibt wie in jedem Sport Profispieler die davon leben. Wie im Schach werden hier manchmal die Bauern vorgeschickt, was aber reine Taktik ist. ResidantX aka Sebastian aus Emsdetten war in keinem dieser Mannschaften („Clans“) wirklich Mitglied.

Er hat nicht mitgemacht – er hat nicht dazugehört!

Da läufts einem doch kalt den Rücken runter

Homeless kid in Second Life

Als ich neulich mal von „Netzbewohnern“ sprach ist jemand anders fast durchgedreht und hat geschimpft von wegen er findet es so abstossend – andere hätten da nicht mal ein Dach über dem Kopf oder Schuhe unter den Füßen im „Real Life“ und ich rede da von Netzbewohnern. Nichtsdestotrotz kann man nicht verleugnen dass es soetwas wie Netzbewohner gibt. Wenn diese dann aber im Second Life darauf aufmerksam gemacht werden dass es Menschen gibt die nicht einmal ihr erstes haben…. boah also mich schüttelts da – spätestens bei diesem 50sec Video.

Die spanische Organisation Mensajeros de la Paz machts richtig. Mehr Infos dort oder bei Boing Boing.

Die Technik ist ja da…

…und jetzt können wir uns ja wunderbar alle gegenseitig bespitzeln. Erschreckend. Aber wahr. Jetzt wurde uns ja lange genug eingetrichtert was legal und was illegal ist. Ich warte wirklich noch auf den Tag an dem nach vergangenen „Home taping music is killing music“, und und dem aktuellen „copying music is killing music“ dann „Making music is killing music“ auf dem Programm steht.

Und wie schön das immer umschrieben wird:
hier geht es nur im die „aktive Zuschauermitbestimmung“…

(Artikel bei Teleopolis: „Pssst…da filmt einer mit!!!“ — Kinobesucher sollen für Popcorn per Knopfdruck zum Piratenjäger werden)

Nuller?

Tim stellt eine interessante Frage in seinem Blog:

Die erste Dekade
Nach dem nun fast sieben Jahre vorbei sind könnte man sich ja endlich mal einigen. Wie heißt dieses Jahrzehnt denn nun?

darüber hatte ich mir auch schon Gedanken gemacht. Zuerst:
Bisher sagte man ja: im Jahre neunzehnhundert-dreiundzwanzig; was man wohl bei 2023 eher dann zweitausend-dreiundzwanzig nennen würde. Zwanzighundert-dreiundzwanzig? Glaube eher nicht. Wenn dann eher zwanzig-dreiundzwanzig. Aber auch komisch. Wenn man sonstwas zählt hört das mit den hunderten ja auch bei neunzehnhundert auf (ich zähl so eh nich ;).
Nun, das ist das erste, ich lege mich also schon mal auf zweitausend statt auf zwanzighundert fest.

Dann ist aber die Frage, wie heißt nun hier die erste (und die zweite) Dekade? Wikipedia sagt: Nuller. Also in den neunzehnhundert-zwanzigern war die Weltwirtschaftskrise und in den zweitausend-nullern brach der dritte Weltkrieg aus? Aber dann denke ich wieder, man sagt auch nicht: in den neunzehnhundert-zehnern war der erste Weltkrieg, oder?
Na da steht uns ja was bevor… leben wir in den unbenannten Nullern und bald in den ebenso namenslosen Zehnern bis wirs endlich in die goldenen Zwanziger schaffen? Oder werden wir neue Begriffe erfinden? Statt der Nuller wird man vielleicht „zu Beginn der 21.Jahrhunderts“ sagen. Aber was ist dann „in den Zehnern“?
Wie ist es in anderen Sprachen?