Wahlcomputer

Bitte die Petition unterschreiben und damit verhindern dass die Selbstkontrolle in unserer Rest-Demokratie verschwindet!

Denn: JA, AUCH IN DEUTSCHLAND WURDE UND WIRD MT WAHLCOMPUTERN GEWÄHLT! (Zitat von dort: In Deutschland werden Wahlcomputer seit der Europawahl 1999 eingesetzt, bei Bundestagswahlen erstmalig im Jahre 2002. Bei den Bundestagswahlen 2005 erfolgte der Einsatz bereits im großen Stil – über zwei Millionen Wähler waren betroffen. Im Jahre 2006 sind Wahlcomputer bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt, sowie bei den Kommunalwahlen in Hessen zum Einsatz gekommen. Die nächste Wahl mit Wahlcomputern ist die Oberbürgermeisterwahl in Cottbus am 22.10.2006)

Die Webadresse sieht etwas komisch aus, ist aber korrekt.
http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=294 Bitte beim Unterzeichnen evtl im Kommentar einfügen, dass es kein Fehler wäre, die Webadresse etwas vertrauenswürdiger aussehen zu lassen. Als eine der ersten Petitionen auf diesem Wege rausging, hatte ich erst lange recherchiert bis ich dort „unterschrieben“ hatte.

 

Zum Thema Wahlcomputer

…hatte ich ja schon das ein oder andere erwähnt.
Eigentlich ist das wichtigste: Am bestehenden System gibt es kein Problem, es gibt keinen Grund Wahlcomputer einzuführen – aber viele dagegen.
Der einzige Grund, der dafür sprechen würde ist, dass das Ergebnis noch schneller da wäre und dass evtl Kosten (Computer? billiger?) gespart werden könnten, da man keine Wahlhelfer mehr braucht.
Na und gerade letzeres ist aber auch ein Grund dagegen. Die Wahlhelfer sind ja nicht nur zur korrekten Durchführung einer Wahl gut, sondern auch um sich gegenseitig auf die Finger zu kucken. Ihr Pfullendorfer seid doch heute wählen. Ich gehe davon aus, dass jeder von euch die Art und Weise, wie diese Wahl durchgeführt wurde, komplett durchschauen kann. Die Wahl ist Offen, Geheim und Frei, jeder der will kann den ganzen Tag im Wahllokal rumstehen und allen anderen auf die Finger kucken. Jeder der schon mal Wahlhelfer war, wird bestätigen, dass es bei diesem System kaum möglich ist auch nur eine Stimme zu fälschen.

Stellt Euch mal vor, hinten in der Kabine ist eine „Maschine“ (die ja leider keine Maschine ist sondern ein Computer) auf der ihr per Knopfdruck Eure Wahl trefft. Was genau in dem Computer vorgeht, dass weiß keiner. Man kann nicht nachzählen, man kann nichts belegen, man kann und weiß eigentlich gar nix.

Wollen wir das?

ICH NICHT!

Also bitte unterschreiben, weitererzählen, per mail herumschicken, aushängen, Oma vor den Computer schleppen und den Hund unterschreiben lassen.
Setzt alle Hebel in Bewegung, oder wollen wir wirklich Verhältnisse wie in den USA oder in Holland?

ICH NICHT!

UND DU?

Falls jemand einen Grund weiß, warum er für Wahlcomputer ist, und/oder gar nicht unterschreiben will, bitte in die Kommentare oder per persönlicher Nachricht an be.shiva at gmail.com. Bin gerne Diskussionsbereit.

Kleine Linksammlung, die aber unendlich weiterzuführen wäre:
Hörbar:

Ein Interview (ca 30min), das klar und deutlich darlegt wie einfach Wahlcomputer zu manipulieren wären. (mp3 direkt und eintrag dazu bei Netzpolitik.org)

Chaosradio, eine dreistündige Radiosendung auf dem Berliner Sender Fritz, kann man sich mal auf den mp3 Player spielen und bei der Gartenarbeit anhören oder so…

Lesbar:

Alles zu Wahlcomputern im Wiki vom ccc– mit sehr umfangreicher Link und Presse Liste.

Ulrich Wiesner: er hat gegen den Einsatz von Wahlcomputern bei der letzten Bundestagswahl Einspruch beim Wahlprüfungsausschuss des Bundestages eingelegt.

Tim Pritlove:er beobachtet in seinem Blog unter anderem die heute stattfindende Wahl per Computer in Cottbus, bei der es im Vorfeld schon sehr merkwürdig zuging.
Sehr schön ist auch sein Artikel „Wahlcomputer müssen sterben“ der in einer deutlichen, klaren und einfachen Sprache klar macht, dass es am bestehenden System kein Problem gibt und wie groß die Lücken an einem System mit Wahlcomputern sind.

All diese Links bieten eine Fülle von weiterführenden Informationen, und gerne stehe ich auch für Fragen und Antworten bereit. Also wer Zweifel hat, raus damit.

Na, und alle anderen: Unterschreiben – weitererzählen!

(wer meine Unterschrift sucht, irgendwann spät in der Nacht vom 19. auf den 20.)

mhm…

wenn man schon seit Monaten weder Fahrrad gefahren ist, noch in der Großstadt war, sich nun aber unvermittelt Fahrrad fahrend in der Großstadt wiederfindet, dann dankt es einem die Lunge nicht. Die muss sich erst mal wieder an die Abgase und die Anstrengung gewöhnen.

Außerdem ist es jetzt so plötzlich Herbst geworden, ich hatte das gar nicht bemerkt!

Chinas Firewall hat wohl einen Schluckauf

oder warum ist denn dann plötzlich die Wikipedia dort unzensiert verfügbar?

Dazu ein Artikel im SpOn, aus dem ich hier teilweise zitiere:

„Informationen über das Tiananmen-Massaker oder die in China verfolgte Falun-Gong-Bewegung in chinesischen Zeichen, das wird bestimmt bald abgestellt“, glaubt Julien Pain, Leiter der Internetabteilung von Reporter ohne Grenzen. „Wir gehen davon aus, dass die chinesische Firewall gerade aktualisiert wird, so dass es im Moment zu Unregelmäßigkeiten kommt. Das gesamte Ausmaß werden wir erst in den nächsten Tagen erkennen können“, sagt Pain.

Übrigens, nur falls jemand nicht weiß, um was es geht:

Wie kein anderes Land auf der Welt kämpft China gegen demokratische Tendenzen im Internet. Nirgendwo sonst wird ein größerer Aufwand betrieben, das Netz zu zensieren und zu manipulieren. In Internetforen sind staatliche Zensoren unterwegs, um Lobgesänge auf Regierung und Partei abzufassen und jeden zu melden, der sich kritisch äußert. In Internetcafés werden penibel die Ausweisnummern aller Surfer notiert, um notfalls rekonstruieren zu können, wer wann auf welcher Seite war.

Da sind wir doch mal gespannt, was das Update der Firewall bringen mag….

(Natürlich via netzpolitik.org)

Interessanter Artikel im „Click“ heute über die Einseitigkeit von Computerspielen

und wie die andere Seite zurückschlägt – ein spannendes und interessantes Thema. Der (meines Wissens) einzige Wissenschaftler, der sich mit diesem Thema ernsthaft auseinandersetzt, ist Vit Sisler, ein Prager Jurist der inzwischen beinah ethnologische Forschungen betreibt.

Außerdem würden mich die Quellenangaben des Autors (KNA/nar) des Artikels vom Südkurier interessieren, vielleicht gibt es ja inzwischen noch mehr Wissenschaftler, die sich damit beschäftigen?

Nun, falls jemand Interesse an weiterem Lesestoff hat:

Digital Intifada
Abstract:
The article examines political videogames produced by the Syrian company Afkar Media in Damascus, mainly their recent game Tahta al-Hisar (Under the Siege) and puts them in a broader context of persuasive and serious games. It deals with the representation of the Other and Foreign in videogames, construction of the Arab and Islamic heroes and ongoing digital emancipation of the Near East.

Videogames and Politics
Abstract:
The phenomenon of persuasive and ideological videogames. Games as a means of propaganda in political campaigns (case study: U.S. presidential election). Recent historical events in videogames seen through political perspective (case study: battle over Fallujah, The Palestinian Intifada). Games entering the political real-space (case study: recruitment and self-presentation tools for the U.S. Army and Lebanese Hezbollah movement).

In Videogames You Shoot Arabs or Aliens – Interview with Radwan Kasmiya
Abstract:
The interview with Radwan Kasmiya, an executive manager of the company Afkar Media, a Syrian studio producing political and other videogames. The interview was made in the company office in Damascus in May 2005, just before their release of a new videogame dealing with Palestinian Intifada ‘Tahta al-Hisar’ (Under the Siege).

Wer schon immer mal wissen wollte wie „so ein Online Rollenspiel“ eigentlich aussieht

Oder wer obendrein immer noch der Meinung ist, dass Computerspieler „sozial vereinsamen“ der sollte sich mal diese Folge von Southpark anschauen:

(Leider geht das Einbinden von Videos beim Suedblog (noch?) nicht, weswegen ich an dieser Stelle auf den Eintrag in meinem anderen Blog verweisen möchte und stattdessen nur ein Bild von Southpark allgemein bringe)

update: Inzwischen geht es:


(größer – aber nicht in besserer Qualität bei Dailymotion)

Könnte mir evtl noch jemand bestätigen dass es in World of Warcraft wirklich so aussieht? Es entspricht zwar meinen Vorstellungen aber dort war ich noch nie.

(update: jo, so wie im Filmchen, so siehts da aus!)

Internet Pioniere: We lived and worked apart and rarely knew/ that others searched for knowledge, too…

Like distant islands sundered by the sea,

we had no sense of one community.

We lived and worked apart and rarely knew

that others searched with us for knowledge, too….

But could these new resources not be shared?

Let links be built; machines and men be paired!

Let distance be no barrier! They set

that goal: design and built the ARPANET!

Vint Cerf, „Requiem for the ARPANET“

Von links nach rechts: Jon Postel, Steve Crocker und Vint Cerf;

Das Arpanet ist die Wurzel des Internets. Nein, nicht die Wurzel sondern der Ursprung. Vint Cerf ist einer der Entwickler der Internets gewesen. Ursprünglich war es nur dazu gedacht, Computer Ressourcen zu teilen, schon bald aber wurde festgestellt, dass sich dadurch auch Gedanken teilen lassen. Deswegen „machines and men be paired“. 1990 wird das Arpanet abgeschalten, was daraus wurde, das sieht man hier. Deswegen kann es auch keine Wurzel sein, denn sie wurde gekappt, und das was daraus wuchs lebt weiter.

Dank Tim Berners-Lee und seiner Erfindung des WorldWideWeb können Deppen wie ich heute schreiben was sie wollen. Man möchte beinah wieder den Vergleich zu Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks machen, als Deppen wie ich plötzlich alles lesen konnten.

Also, haut rein, Leute!

(Deutsche Übersetzung des Gedichts gewünscht?)

Web 2.0 – ist ja schon seit einiger Zeit in aller Munde

Medien 2.0 oder neue Medien:

Welche Medien sind gemeint?

Reden wir von Zeitungen? Diesem Informationsmedium unserer Urgroßeltern, das uns heute schon mitteilt, was gestern passiert ist?

Was könnte eine Zeitung schon über Web 2.0 schreiben? „Hey, schön, dass Sie unsere Zeitung gekauft haben, aber wir möchten Ihnen mitteilen, dass sie dies hier alles schon gestern im Internet hätten lesen können und nicht nur das: Sie hätten es speichern, zitieren und durchsuchen können, sie hätten die Texte mit anderen teilen und diskutieren können! Und nun viel Spaß beim Wegwerfen dieser Blätter, kaufen Sie sich doch einfach morgen neue!“? […]

Oder reden wir vom Fernsehen, […]
Diesem hochmodernen Medium, das so tolle Nachrichten hat wie: „Wir können Ihnen jetzt einen Film zeigen, der vor zwei Jahren im Kino lief und den es seit einem Jahr auf DVD gibt.“ – „Super, ja, den würde ich mir gern noch ein fünftes Mal ansehen, zeig her!“ – „Ähm… gut… also… sagen wir: nächsten Freitag um 23 Uhr?“

Wenn jemand im Zusammenhang mit Web 2.0 oder dem Internet generell von einer Revolution spricht, darf man ruhig lächeln. Denn es geht nicht um Medien-Revolution, sondern um Medien-Evolution:

Das Web ist das Medium, mit dem wir, noch viel mehr aber unsere Kinder aufwachsen. Genauso, wie es für diese Kinder unvorstellbar wäre, wenn ein Telefon mit einer Schnur in der Wand verankert sein müsste, käme es ihnen absurd vor, wenn Dritte entscheiden würden, welche Musik sie wann zu hören haben und zu welcher Zeit sie sich einen Film ansehen können. […]

Natürlich untertreibe ich also etwas, wenn ich im Zusammenhang mit Web 2.0 über Evolution statt Revolution rede. Denn so sehr das Web eine Fortführung und Ergänzung der etablierten Medien ist, so sehr unterscheidet es sich auch von den klassischen Medienformen. Als erstes Massenmedium der Geschichte ist es nämlich so gut wie unkontrollierbar, sei es politisch, technisch, unternehmerisch oder redaktionell. Es ist ebenso offen für Lügen und Scharlatane wie es offen ist für Wahrheit und Genies. Es entspricht somit dem wirklichen Leben viel mehr, als es seine Virtualität vorgibt.

Dies sind Auszüge eines Vortrages vom Johnny vom Spreeblick. (Es war eine „Polemik zum Thema Web 2.0 in den Medien“ angefragt worden). Spreeblick ist übrigens eines der meistgelesenen Blogs im deutschsprachigen Raum, kann man empfehlen.

Ich bin zwar nicht mit den sog. „Neuen Medien“ aufgewachsen, lebe aber schon lange mit Ihnen. Bei mir gibt es weder Fernsehen noch Zeitung.
Ich sehe mir die Tageschhau an, wann ich Zeit habe. Wenn es schon spät nachts oder am morgen ist, kann ich mir gleich den Ausschnitt zu dem Thema, zu dem ich mehr Informationen will, von den Tagesthemes anschauen. Meist nur ein paar Klicks entfernt.

Ich lese genau dass, was mich interessiert. Und ich schreibe, falls mich etwas empört.

Auch das ist web 2.0: Dass das Netz (wieder) den Leuten gehört. Dass jeder mitmachen kann. Und dass jeder ein eigenes Publikationsmedium hat.

Nur manchmal wird diese Entwicklung mit der Erfindung des Buchdrucks verglichen. Ich tue das aber hier wieder gerne, denn damals gab es überhaupt erst den Zugang zum Wissen. Jeder konnte potentiell alles lesen was er wollte.

Damals konnte man lesen, heute kann man schreiben.