Dieser perverse Krüppel-Opi will uns alle bespannern!!!!!einseinself!!!

(zu diesem Bild und dem Spruch bitte auch die Kommentare beachten)

Der Mann ist durchgebrannt. Eine Kollegin, die in der Reha für Querschnittspatienten arbeitet, sagte neulich darüber lakonisch: Patienten mit einem hohen Querschnitt* erscheinen in ihrer Arbeitspraxis häufig rachsüchtig und machen die Welt für ihr Schicksal verantwortlich.
*in einem oberen Bereich der Wirbelsäule angelegte Querschnittlähmung

(schreibt typ.o)

Hab jetzt ein paar Tage gebraucht, um das Bild zu posten. Bin mir oft nicht sicher, wie weit man gehen darf/kann/soll.
Soll? Ja, man muss

zur demo kommen.

Ob man wirklich auf Bildzeitungsniveau sinken muss, um noch mehr Leute zu erreichen, weiß ich auch nicht. Aber was weiß ich schon. Find den Spruch geil.

Ob ich dann auch ne Anzeige bekomme?

real name oder nicht real name

interessant:

im lokalen Kontext bekommt die leidigen alte real-name-diskussion eine völlig neue Bedeutung, siehe zb hier. Es wird heftig diskutiert über die Sperrung einer Straße eine Kleinstadt am Bodensee. Nein, es wird nicht heftig diskutiert, dass lässt die Struktur des Weblogs leider nicht zu (wann gibts endlich baumstrukturen?) aber das lieber beiseite.

Jedenfalls postet der Großteil der Leute mit Ihrem scheinbaren “echten” Namen, also dem Namen, der in Ihrem Pass und an Ihrem Briefkasten steht. Dies hat verschiedene Gründe und verschiedene Vor- und Nachteile. Heute hat einer mal darauf hingewiesen, ich nehme an, die meisten haben sich bisher keine Gedanken darüber gemacht. Viele Namen “kennt man halt” wenn man in besagter Kleinstadt zuhauses ist. Die Menschen stehen zu Ihrer Meinung und freuen sich bestimmt, wenn sie auch auf der Straße darauf angesprochen werden, meist sind es Menschen, die im Kleinstadtkontext auch eine bestimmte Rolle innehaben. Problem: ich kann darübergehen und mit beliebigem Namen posten. Zb auch mit dem Namen einer “lokalen Größe”. Das wird recht balt auffliegen, aber nicht bei jedem ankommen…. das problem könnte mit Logins gelöst werden, das habe ich schon vor ca einem Jahr dem Südblog vorgeschlagen.

Gut, nun ist es aber immer so eine Sache mit der anonymität und der pseudonymität im Netz. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung und stehe ja selbst vor dem Problem, aber ich muss sagen, ich finde es nicht so schlimm, im lokalen Kontext mit seinem echten Namen zu seiner Meinung zu stehen. Auch wenn dieser lokale Kontext trotzdem im www liegt, und potentiell für jeden auffindbar ist. Aber was übr C. Gorber zu finden ist, finde ich keineswegs problematisch. Er ist ein Erwachsener Mensch.

Problematishc ist es bei jungen Leuten, die Scheiße bauen wollen und müssen die unbedingt wieder vergessen werden muss. Dr.No, danke für das deutliche Beispiel und das “dem ein oder anderen die Augen öffnen” – aber ich denke in diesem Rahmen muss die real-name-diskussion nochmals neu überdacht werden.

Spontane Meinung dazu, einfach schnell runtergeschrieben…

nachtrag: Außerdem zeigt die Empirie, in dem Fall in den Kommentaren des betr Beitrags, dass es den Kommentaren von eindeutig anonymen Leuten im Schnitt deutlich an Qualität mangelt. Logisch, und das sind wir wieder beim alten Problem. Es ist ein Dilemma, eh klar.

hihi

:(uǝʇun) ʇsod 1ɐuıbɹo
.uǝɥɔɐɯ ǝʇnǝ1 sɐʍ ‘uǝɥǝs nz puǝuuɐds ɹǝɯɯı ʇsı sǝ ɹǝqɐ ‘bunuɥɐ ǝuıǝʞ – 11os uıǝs ʇnb nɐuǝb unu sɐp sɐʍ ɹüɟ .uǝuuöʞ uǝɥɔnɐɹqǝb ʇsɹǝ ɐظ – uǝɥɔnɐɹqǝb ǝʞɔǝʍz ǝuıǝs ɹüɟ pun uǝʇnǝpɯn ‘ʇɐɥ ʇ1ǝʞɔıʍʇuǝ pun ʇɥɔɐpɹǝ sɐʍpuǝbɹı ɹüɟ puɐɯǝظpuǝbɹı ǝıp ‘ǝbuıp .ʇɥɔɐpǝb s1ɐ ‘sɹǝpuɐ pun nǝu bı11öʌ bunqǝbɯn ǝʇuɥoʍǝb ǝıp uɐɯ ʇzʇnu ɯǝ11ɐ ɹoʌ ’11ıʍ uɐɯ sɐʍ ʇnʇ uɐɯ -
bunbıǝuɐ ʇɥǝb os

What good is unicode if you can’t abuse it?

[dʎʇɐdns ɐıʌ]

Überwach!

http://www.uberwach.de/

Die grosse Koalition aus CDU & SPD will Deutschland in Zeiten des internationalen Terrors zu einem sicheren Land für uns alle machen.

Das klingt auf den ersten Blick gut, ist es aber auf den zweiten gar nicht.

Denn das wenig mehr an Sicherheit sollen wir, die Bürger dieses Landes, teuer mit einem großen Verlust an persönlicher Freiheit bezahlen. De facto droht die Bundesrepublik Deutschland durch die geplanten Maßnahmen zu einem präventiven Überwachsungsstaat umgebaut zu werden.

Die Aktion “ÜBERWACH!” will auf diese besorgniseregende Entwicklung aufmerksam machen, indem sie den Spieß umdreht und den Geruch der Überwachung den Bundes- und Landesministerien, sowie den Regierungs- und Oppositionsparteien selbst unter die Nase reibt.

Haut rein….

http://www.uberwach.de/

“that day”

[Vorgeschichte]

Der Sandmonkey war auf einer Demonstration, im Herzen Kairos. Das ist on that day passiert. Er erzählt von Anfang bis Ende, und es ist schlimm. Aber weit weg. Will man glauben.

Nach den Ereignissen von Mittwoch ist dies erschreckender denn je. Denn auch hier werden Menschen, die ihre demokratischen Rechte wahrnehmen, als “Terroristen” behandelt. Es wurde keiner festgenommen. Was bei uns ja (noch?) heißt, dass diese Menschen nicht evil sind. Oder wie soll man das Verstehen? Kein Sprengstoff, keine Waffen, nur Computer. Wie viele derzeit sagen: jetzt ist auch klar, wie die ihre Anti-Terror Datei voll kriegen wollen.

Ich habe gefragt, ob das alles normal ist. Also zeitlich gesehen. Ob das schon immer so war. Ich stecke ja wirklich nicht lange drin, und wundere mich, ob schon immer so viel scheiße passiert ist. Manchmal denke ich, es wäre schön, wieder so zu sein. Ohne das Wissen, und ohne die Angst. Ich weiß dass es nicht gut ist, Angst zu haben. Angst lähmt. Mich aber nicht.
Wobei: Als dieser Brief, der zur Spitzelei aufrief, durch die Münchner Uni geschickt wurde, habe ich mich nicht getraut, ihn zu posten. Warum? Ich weiß es nicht. Weil mail nicht web ist, erstmal. Und man das “nicht macht”. Aber sonst? Keine Ahnung.

Nun, ich habe also gefragt, ob das schon immer so ist. Die meisten Antworten waren “ja, aber nicht so gehäuft” – eine war:
“ja, in den Zeiten von Strauß”
/me: “na, und wie ging das aus? Warum hat es aufgehört?”
“weil die Leute dagegen waren, irgenwann musste er sich beugen”
Nun, da wären wir wieder beim alten Thema aber dass ist mir inzwischen fast egal, mir darüber Gedanken zu machen ist müßig. Ich tue was ich tun kann, ich fange bei meiner eigenen Haustüre an und glaube fest an die Macht der Menschen.

Ob das wohl klappt?

rantings of a sandmonkey – done

tja, und wie so oft jammern wir auf hohem Niveau:

Today is the day I walk away from this blog. Done. Finished. [...]
One of the chief reasons is the fact that there has been too much heat around me lately. I no longer believe that my anonymity is kept, especially with State Secuirty agents lurking around my street and asking questions about me since that day.

Zum Glück dürfen wir (noch?) jammern!

(ein ägyptischer Polit-Blogger, hört auf, weil es ihm zu heiß wird. Der Artikel, der unter “that day” verlinkt ist, existiert nicht mehr. So siehts aus da draußen – mehr Infos dazu, wie es da draußen sonst so aussieht, gibt dieser – wie immer äußerst informative – MediaBerkman Podcast)

UPDATE: Wie Fab in seinem Kommentar bemerkte, existiert der unter “that day” verlinkte Artikel doch noch, es war wohl nur der Link falsch gesetzt.
Was an “diesem Tag” passierte, weiß ich noch nicht, werde aber berichten, wenn ich Zeit hatte, das zu lesen.

schock

dabei war es so nett.

“Ich fühle mich so leer wie schon lange nicht mehr.”

Tim wurde im Anschluss der re:publica sein komplettes Equipment geklaut. Rechner, Podcastkrams und alles was dazugehört sind weg.

Nahezu die gesamte digitale Arbeit der letzten zehn Jahre ist vernichtet.

ich glaube natürlich mal wieder naiv an das Gute, und denke, dass wenn derjenige seinen Rausch ausgeschlafen hat und die Hemmung überwunden hat, alles wieder zurückgibt. Tim würde den Geld-Wert auch zahlen.

Wenn es ein “Privat-Raum” war, dann können da nur Leute Zugang gehabt haben, die ideel und/oder wirtschaftlich mit dem newthinking store und/oder der re:publica verbunden sind, und die somit genau wissen sollten, was sowas bedeuten kann.

Bin geschockt und drücke die Daumen. Außerdem spende ich somit wohl gerne für weitere Chaosradio-Podcasts: Du auch?