Arbeitsweg, I

Um Euch ein bisschen die Umgebung zu zeigen, in der ich mich nun befinde, beschreibe ich mal den Weg zur Arbeit, den ich morgens und abends gehe. Ehrlich gesagt nehme ich morgens oft den Bus, der mir etwa 10-15 min Zeit spart – denn meistens bin ich spaet dran…

Ich verlasse das Haus, und bin in einer ruhigen Parallelstrasse zur Inner Ring Road. Ueberall sind Hunde, sie sind in einem deutlich schlechteren Zustand als diejenigen, die ich am Strand kennenlernte. Aber auch hier in der Stadt sind es immer die selben Hunde an den selben Stellen. Als ich einmal sehr spaet nachhause kam, bellten sie mich an. Sie fuehlen sich verantwortlich fuer ihr Territorium.

eine strasse

In diesem Strassenabschnitt gibt es mehrere Baustellen. Bei einer wird an einem Mehrfamilienhaus gebaut, taeglich, auch Sonntags. Die Bauarbeiter leben mit ihren Familien in vermutlich provisorischen Bauten im zukuenftigen Garten, die ganze Familie hilft mit.

eine strasse

eine strasse

Ansonsten gibt es noch ein paar Haeuser, sie sind meistens sehr gepflegt.

ein haus

Hier ein Bild der Kontraste:

eine hübscher vorgarten neben einer hässlichen mauer

Es ist der “Vorgarten” eines gepflegten Hauses, neben einem eingemauerten, verlassenen Grundstueck.

eine vorgarten

Am Ende gelangt man auf eine T-Kreuzung, in der dieses Haus steht:

eine haus

Die Architektur finde ich ganz interessant – vielleicht auch nur, weil ich es die ganze Zeit lang vor Augen habe, wenn ich die Strasse entlanggehe. Mit den Steinen hat es was von einer Burg, nicht?

Nun gehe ich nach rechts, um danach ein ganzes Stueck linksherum auf der Inner Ring Road (IRR) zu laufen. Das Foto zeigt den Blick der IRR nach rechts, man sieht u.a. den Anfang eines grossen “business parks”, der gegenueber meines jetzigen Zuhauses ist.

eine strasse

Hier der Blick nach links, da laufe ich entlang.

eine strasse

Die Bushaltestelle. Morgens bleibe ich meist stehen und nehme einen Bus, der mich auf die andere Seite des sog. “Overfly” bringt. Busse kommen fast im Minutentakt. Die meisten fahren über die Brücke, die wenigsten biegen ab. Das Handzeichen, um das herauszufinden ist glücklicherweise denkbar einfach. Eine Fahrt auf die andere Seite kostet je nachdem, ob der Bus klimatisiert ist oder nicht, und je nachdem ob der Kassierer versteht, dass ich direkt bei der ersten Haltestelle auf der anderen Seite wieder rauswill (oder verstehen will); 5-15 Rs.

eine strasse

Dieser Overfly ist Bruecke ueber eine Kreuzung, das haben sie hier oft an grosses Strassen. In Deutschland haben wir das auch, nur meistens geht die Transitstrasse unter der anderen durch, nicht darueber. Man sieht es nicht so richtig gut auf dem Foto, aber die Strasse hebt sich an.

eine strasse

Wenn ich nicht den Bus nehme, wähle ich meist die erste Strasse, die mich wieder ins Viertel hinein- und von der grossen und lauten Inner Ring Road wegbringt. Meist laufe ich zickzack durchs Viertel, der Abwechslung wegen. Mein Ziel ist eine kleinere Hauptstrasse, die parallel zur Inner Ring Road verlaeuft.

Manche Strassen sind voller kleiner Geschaefte und Handwerker, zb ein-Garagen-Autowerkstaetten und aehnliches. Sie sind rummelig und voller Leben. Ich bevorzuge die ruhigeren, diese hier zum Beispiel:

eine strasse

eine strasse

Diese Strassen sind einerseits schattiger, andererseits muss man nicht immer so 100% mit dem Verkehr interagieren. Da es nur ansatzweise sowas wie Buergersteige gibt, und diese dann meist auch fuer die Auslagen der Geschaefte benutzt werden, laeuft man eigentlich immer auf der Strasse, und ist staendig auf der Hut. Ganz abgesehen vom Verkehr ist auch der Untergrund uneben. Wie gewohnt in Deutschland einfach geradeaus zu gehen, zu tippen und zu lesen, oder gar zu traeumen – das ist hier nicht drin.

eine strasse

Nun komme ich auf die mittlere Hauptstrasse, die 7th Cross. Je nachdem wie viel zickzack ich lief, komme ich spaetestens an der Ecke mit dem Saftladen heraus. Das ist gut, denn wenn immer es meine Zeit zulaesst, nehme ich hier einen Mangosaft fuer 22 Rs., einen Ananassaft fuer 15 Rs. oder probiere einen der anderen Saefte aus. Auf dem Heimweg fast immer.

Da ich mich immer noch schaeme, Fotos zu machen, gibts von der Ecke vom Saftladen keine, da sind zuviele Leute.

Hier aber ein Stück weiter hinten, wo es etwas ruhiger ist:

eine strasse

Auf dieser Strasse gehe ich noch ein Stueck, bis zur naechsten Hauptstrasse. Dies ist die Old Airport Road, die unter dem Overfly der Inner Ring Road hindurchfuehrt.

Mit Ueberqueren der Strasse komme ich auch in das nächste Unterviertels des Viertels. Von Domlur 1st Stage nach Domlur 2nd Stage.

Damit habe ich schon über die Hälfte des Weges geschafft, und lasse Euch auch erst mal verschnaufen.

eine strasse

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