Bundestrojaner – Blog und Chaosradio

es gibt zum Bundestrojaner nun ein Blog:

Gegen den Bundestrojaner!

Teile der Bundesregierung und großen Koalition möchten heimliche Durchsuchungen Ihrer Computer über das Internet legalisieren. Dieses Blog möchte aufklären und zum Meinungsbildungsprozess beitragen.

(via andreas.org)

Außerdem findet heute abend das aktuelle Chaosradio zum gleichen Thema statt:

Der Bundestrojaner

Nie wurden Ihre Grundrechte so verletzt…

Die Sicherheitsbehörden möchten zu gern in den Computer von Verdächtigen hineinschauen dürfen – online, in Echtzeit und natürlich heimlich. Der sogenannte Bundestrojaner droht ein staatliches Schnüffelwerkzeug zu werden, das den Zugriff auf die intimsten Daten des Digitalbürgers ermöglichen soll. In der Folge wäre neben Mail-, Chat-, Audio- und Videoüberwachung mittels des ferngesteuerten Rechners auch Erpressungen durch das Einschleusen von gefälschten Beweisen auf die Platte des Bürgers möglich.

Chaosradio beleuchtet die technischen und rechtlichen Hintergründe, mögliche Abwehrmaßnahmen und wirft einen Blick in andere Länder, wo solches staatliches Cracking schon angewendet wird. Dabei werden wir versuchen, die häufigsten Fragen zum Thema zu beantworten: Was unterscheidet eigentlich die Online-Durchsuchung von einer normalen Hausdurchsuchung? Wie kann ich mich schützen? Hilft da mein Virenscanner? Hilft es, die Festplatte zu verschüsseln? Sind freie Betriebssysteme gegen den Bundestrojaner immun?

Fabu zu verkaufen

da verkauft einer sein komplettes Blog:

(Auktion bei ebay.)

- Deutsches Top 100-Blog (derzeit Rang 77, Quelle: Blogscout.de)
- ~30.000 Besucher/Monat (~40% über Google)
- ~80.000 Seitenaufrufe/Monat
- Pagerank 5
- Hohe Relevanz bei Google
- Die Domain wurde 11/2003 registriert
- Inklusive Design* und Inhalte (über 500 Artikel)

rene von nerdcore bemerkt passend:

Das ist derbe, hat schon fast eine Meta-Meta-Ebene und führt dieses ganze Spielchen „Ich bin mein Blog“ ad absurdum. Ganz groß!

ich kannte Fabu bisher noch nicht, aber es scheint mir nach kurzem blättern ein “normales” “Netztagebuch” zu sein. Also Fundstücke, Bookmarks, Gedanken dazu. Er will was neues anfangen. Was und wie schreibt er nicht. Spannend, und ein interessantes Experiment: wie wird “der Neue” mit dem Blog umgehen, wird der Erfolg anhalten? Wie und wo wird Fabu neu anfangen, warum und was wird daraus? Ein paar Fragen hab ich ihm gerade in einem Kommentar gestellt.

re:publica 07 – Leben im Netz

Heise schreibt:

Unter dem etwas gedrechselten Namen re:publica 07 – Leben im Netz findet in Berlin vom 11. bis 13. April eine Konferenz statt, die thematisch das Netzleben zwischen Web 2.0 und Open Source und die Bedrohungen durch die Politik 1.0 behandeln möchte. Organisatorisch geschultert wird die Konferenz von den beiden Web-Angeboten Spreeblick und Netzpolitik, deren jeweilige Ausrichtung das Spektrum der Konferenz verdeutlicht. Spreeblick blickt auf die Welt des Web 2.0, während Netzpolitik Open Source und digitale Bürgerrechte im Visier hat.

Einige Leute sitzen außerdem im IRChat zum Kongress und freuen sich über weitere Besucher…

“Wo geht’s denn hier in meinen Elfenbeinturm?”

Auch die Hard Blogging Scientist werden an der re:publica teilnehmen, und nicht nur deren Vortrag klingt sehr interessant:

Muss Wissenschaft verknöchert, trocken und unbeholfen sein? Nein, muss sie nicht. Ein wissenschaftlicher Vortrag kann rocken und die Leute abholen. Muss man diesen Part wirklich dem Feuilleton und dem Bildungsfernsehen überlassen? Nein.

Das ist etwas, das in der Ethnologie irgendwie schon seit 20 Jahren gepredigt wird, und doch irgendwie keiner macht.