2800 meter ueber dem meer

… und alles ist gruen. Da sind sogar ne handvoll Häuser. Gasthäuser und kleine Kioske und sowas. Man koennte jetzt noch ein paar Stunden weiterlaufen, dann kaeme man zu einem Gletscher. Aber wir sind eh schon spaet dran. Uebernachtet haben wir auf 2300 metern, aber zurueck wollen wir heute zu unserem temporaeren zuhause auf 1200 meter. Das ist die gleiche Hoehe wie die Uga-Talstation in Damuels. Wo wir die Autos parken und auf die Skier/Snowboards steigen. Hier sind 1200 meter ein ganz normaler Ort, auch im Winter wird es keinen Schnee geben. Die Jungs leben und arbeiten hier, und ich denke darueber nach, das ebenfalls zu tun, fuer eine Weile. Wir haben eh die meiste Zeit gearbeitet hier.

Inzwischen bin ich auf 4000 metern, Kaza, ein Ort im Himalaya, und die 2800 kommen mir laecherlich vor. Nach 12h Busfahrt von Dharamsala bis Manali (2050 meter) und von dort mit einem Jeep weitere 12h bin ich erschoepft. Die Hoehe macht mir zu schaffen. Aber es ist wunderschoen. Hoffe mein Reisepartner und ich schaffen es, einen Podcast zu dieser Reise zu machen. Wir haben es fest vor, sind aber beides Verzetteler mit viel zu viel auf der Liste, und ausserdem doch etwas ueberrascht, wie anstrengend das alles ist. Die Landschaft veraendert sich alle paar Kilometer. Momentan bin ich umgeben von massiven, grau-braunen Bergen deren Spitzen etwas an den Grand Canyon erinnern – und im gesamten erinnert es mich an die Berge der Wueste des Sinai. Davor hatten wir aber schon “normale” Berge mit Baeumen, dann ohne Baeume aber immer noch mit Vegetation. Hier in der Stadt wachsen uebrigens auch Baeume, allerdings offenbar geplanzt, denn drumherum ist nichts dergleichen zu sehen. Spaeter sehe ich mehr Baeume, aber es sieht meist angepflanzt aus. Aber sie wachsen, immerhin!

Wir sind im Spiti Valley, das Tal des Flusses Spiti. Besichtigen ein altes Kloster nach dem anderen, teilweise bereits ueber tausend Jahre alt. Beeindruckend. Daneben Aussicht um Aussicht, aber die Berge bleiben nun gleich seit wir in diesem Tal sind. Spaeter gibts vielleicht mal noch Bilder dazu.

Unser Fahrer ist gut und bemueht, uns eine gute Erfahrung zu machen. Er faehrt gelassen und sicher, nutzt Gaenge statt Bremsen und bugsiert uns mit einer vornehmen Eleganz durch die wildesten Wasser. Und er hat Spass dabei. Das Auto ist sein eigenes, das merkt man auch.